Soziale Medien
Methoden und Praxis

Kommunikation in einer inklusiven Klasse gestalten

Kommunikation in einer inklusiven Klasse gestalten

Bevor ein Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf in eine Klasse kommt, sollten Lehrkräfte sich selbst, die anderen Kinder und deren Eltern vorbereiten, um Missverständnisse und Konflikte zu vermeiden.

Ein guter erster Schritt ist ein Gespräch mit dem Kind und seiner Familie. Eltern können Kommunikationsvorlieben, Verhaltensweisen, beruhigende Strategien und schwierige Situationen beschreiben. Das Kind zeigt seine Interessen, Persönlichkeit, Fähigkeiten und Arten der Kommunikation.

Danach können Lehrkräfte den übrigen Eltern erklären, wie inklusive Bildung funktioniert, und über respektvollen Umgang sowie Vertraulichkeit sprechen. Persönliche Angaben und Diagnosen dürfen nicht ohne entsprechende Einwilligung weitergegeben werden. Eltern können ihren Kindern Gemeinsamkeiten und Unterschiede verständlich machen und einen positiven Kontakt mit dem neuen Klassenmitglied fördern.

Auch im regulären Unterricht sollten Lehrkräfte altersgerechte Themen wie Inklusion, Unterschiede, Toleranz und Behinderung aufgreifen, ohne ein bestimmtes Kind herauszustellen.

Bei jüngeren Kindern bietet es sich an, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Menschen zu besprechen, anstatt komplizierte Diagnosen zu erklären. Aktionstage wie die internationale Kampagne Lots of Socks können solche Gespräche anregen, auch wenn niemand in der Klasse die betreffende Diagnose hat. Übungen zum Perspektivwechsel sollten respektvoll bleiben und nicht vorgeben, die Lebenserfahrung anderer Menschen vollständig nachbilden zu können.

Auch das Lernen mit Gleichaltrigen ist hilfreich. Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler können schulische und soziale Fähigkeiten durch gemeinsames Handeln entwickeln. Beispielsweise kann ein Kind, das eine Aufgabe bereits erledigt hat, einem anderen bei Bedarf Unterstützung anbieten, ohne selbst die Verantwortung für dessen Förderung zu übernehmen.

Die Pausen bieten weitere Möglichkeiten, Beziehungen zu stärken. Da sie kurz sind, benötigen Kinder manchmal Unterstützung beim Einstieg in gemeinsame Spiele. Das Spiel bildet eine leicht zugängliche Grundlage für Kommunikation und Zusammenarbeit.

Geeignete Pausenspiele sind:

  • kurz, etwa 5–7 Minuten;
  • einfach und mit wenigen Regeln;
  • mit nonverbaler Interaktion, beispielsweise Ballspiele;
  • kooperativ, ohne Gewinner und Verlierer;
  • so gestaltet, dass Teilnehmende ausscheiden können, ohne das Spiel zu unterbrechen.

Ein interaktiver Briolight Boden bietet dafür intuitive Spiele mit ukrainischer Sprachausgabe. Bei wenig Platz kommen auch ein Augmented-Reality-Sandkasten oder ein interaktives Display infrage.

Im gemeinsamen Spiel können Kinder lernen, einander abzuwechseln, Hilfe anzubieten oder darum zu bitten und gelassen auf Fehler zu reagieren.

Briolight-Ausstattung für digitale inklusive Bildung

Interaktive Ausstattung, Software und praxiserprobte Methoden für sonderpädagogische Förderangebote

Weitere Beiträge